Ein Denkmal für die Handball-Helden der „Oheios“

Vor dem Stadion:
Ein Denkmal für die Handball-Helden der „Oheios“

Bei rund 70 geladenen Gästen war die Resonanz trotz widriger Witterungsbedingungen prächtig, als gegenüber dem Haupteingang zum Walder Stadion ein Denkmal enthüllt wurde. Ein Denkmal zu Ehren jener Handballspieler, die vor 60 Jahren als BSV Solingen 98 die Deutsche Meisterschaft auf dem Feld in die Klingenstadt geholt hatten.

„Es ist eine überragende Anerkennung unserer Leistung – meine verstorbenen Kameraden würden begeistert sein“, sagte Ernie Meyer, beim Finale jüngster Akteur und nunmehr noch einziger lebender „Oheio“.

Sein Dank ging an diejenigen, die das Denkmal lange nach dem 15:14-Coup über Grün-Weiß Dankersen vor 35.000 Zuschauern im Wuppertaler Zoostadion möglich gemacht haben. Wir als Förderkreis und der Wald-Merscheider Turnverein hatten gemeinschaftlich die Vorarbeit geleistet: Rodung, Zaun, Fundament, Außenarbeiten, Edelstahlstele, Gravur – es gab einiges zu tun. Dank Junkerwerk, Bezirksvertretung Wald, unserem Gesundheitspartner Bergischer Krankenkasse und Förderkreis selbst wurden die Kosten in Höhe von 8.500 Euro gestemmt.

Noch aus einem weiteren Anlass hatten wir unsere Partner eingeladen. Es galt, die neue Catering Lounge offiziell vorzustellen. Bei Getränken, Grillgut und Salat wurde dank Unterstützung des WMTV die Basis für fruchtbare Gespräche gelegt. Und für ein spaßiges Torwandwerfen. Der Sieger, wen wundert’s: Lukas Becher vom Bundesligisten Bergischer HC, der sich im direkten Duell gegen Ex-Profi Max Ramota durchsetzte und alle sechs Würfe versenkte.

Spaß war auch im Clubheim angesagt, wo das ohnehin stattliche Angebot an Erinnerungsstücken noch einmal aufgewertet war. Durch Jan Seilheimer, dessen verstorbener Vater Ralf Seilheimer eine riesige Sammlung rund um die „Oheios“ aufgebaut hat.

Zudem nutzte unser Vereinsvorsitzender Guido Rohn die Gelegenheit, auf das Erreichte und noch Notwendige im Stadion hinzuweisen. Er stellte die Bemühungen um das Tribünendach auf der Gegengeraden heraus – Fertigstellung im nächsten Jahr – und forderte dringend einen neuen Naturrasen samt Rasenheizung. „Das Stadion kann samt schnell untauglicher Laufbahn ein halbes Jahr nicht genutzt werden, wenn es in die kälteren Monate geht. Das muss ein Ende haben“, meinte Rohn auch mit Blick auf das 100-jährige Bestehen der Sportstätte im Jahr 2028.

Dass sich die Politik bislang stets zur Sanierung bekannte, macht uns Mut. Man wisse, dass es kein Zeitspiel geben darf. Die schnelle Entscheidung für einen neuen Rasen müsse her, Fördermittel werden geprüft.

„Wir sind stolz darauf, ein Teil des gesamten Walder Sportparks zu sein und werden weiter für viel Leben sorgen“, meinte derweil Daniel Konrad, Pressesprecher des WMTV als Solingens größtem Sportverein, und rundete mit diesem Statement eine gelungene Veranstaltung ab.


Gespannt blickten unsere Gäste auf das in einem Handballtor befindliche Denkmal. Die Stele enthält die wichtigsten Informationen zum Triumph von 1965. Foto: Klaus Lorenz

 

Ernie Meyer, einer der Helden von damals, im Originaltrikot.  Fotos: Christian Beier

Das Denkmal aus der Nähe, direkt gelegen an der Adolf-Clarenbach-Straße gegenüber dem Haupteingang zum Walder Stadion. Foto: Christian Beier


Die Torwand der Bergischen Krankenkasse war in Dauernutzung. B
ester Schütze: BHC-Profi Lukas Becher (r.). Foto: Jürgen König